Racheblog

Dieser Blog lädt zum Lesen, Schmunzeln, Nicken, vehement Widersprechen und Diskutieren ein.

Das zweite E-Book ist da!

Racheideen
E-Book: Gelebte Rache - Ein Blick hinter die Kulissen

Das lang ersehnte und mit langer Vorbereitungszeit produzierte neue E-Book ist da! Interessierst du dich für die Geschichten einer Racheagentur? Ja? Dann ist dieses Buch das Richtige für dich!

 

Wer sich für das Thema Rache interessiert, der braucht dieses neue Buch. Das E-Book hält sowohl sachliche psychologische Komponente, als auch amüsante Passagen aus unserem Arbeitsalltag bereit. 

 

 

 

 

Was erwartet den Leser beim neuen E-Book?

 

Unser zweites E-Book bietet insgesamt drei Kapitel. Ersteres befasst sich mit dem psychologischen Background zum Thema Rache, zweiteres mit anonymisierten Kurzgeschichten unserer Arbeit und das dritte Kapitel mit einem Selfmade-Test zur Überprüfung der eigenen Rachsucht.  

 

Dieses E-Book beleuchtet das Thema Rache für all Diejenigen, die näheres dazu wissen möchten und die Lust darauf haben über unsere Kurzgeschichten, die aus von uns umgesetzten Racheideen bestehen, zu schmunzeln. Im Zuge dessen bietet es auch die Möglichkeit seine eigene Rachsucht zu testen. Wie immer empfehlen wir unseren Lesern diese Aktionen nicht nachzuahmen.  

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Rache ist allgegenwärtig

Rache
flickr © Dr Gonzo Photography

Rache ist so alt wie die Menschheit selbst. Es ist ein Bedürfnis, was alle Menschen gleichermaßen insich tragen, wenn auch in sehr stark unterschiedlichen Ausprägungen. Die Schlagzeilen der Zeitungen machen es deutlich: Rache ist allgegenwärtig und macht weder vor Bildung, Status oder dem Geschlecht halt. Gerächt wird sich in jedem Alter und in jeder Schicht.

 

Einige Beispiele lauten

 

  • Christian Wulff und Kai Diekmann werden keine Freunde mehr. Nach der Medienschelte des Ex-Bundespräsidenten schlägt der „Bild“-Chef jetzt zurück und rechnet mit Wulff ab;

 

  • Betrogene Frau schneidet ihrem Mann während des Liebesspiels den Penis ab;

 

  • Nach vier Wochen Verletzungspause stand Mandzukic gegen die Münchner erstmals wieder auf dem Platz - "Tuttosport" mutmaßte, Manduzukics Rachegelüste gegen den ungeliebten Ex-Coach Pep Guardiola hätten den Kroaten angetrieben;

 

  • Die 19 jährige Lareeb aus Pakistan wird von ihren Eltern mitten in Deutschland ermordet, weil sie zu westlich lebte und es wagte einen Freund zu haben;

 

  • Zechprellerei in Mainz: Taxifahrer fährt zwei nicht zahlende Gäste an, verletzt sie teilweise schwer und lässt sie liegen; 

 

  • Die islamistische Al-Nusra-Front ruft Dschihadisten im Kaukasus zu Racheaktionen gegen russische Zivilisten und Soldaten auf;

 

  • Vater lockt Vergewaltiger seiner Tochter in einen Hinterhalt und tötet ihn;

 

  • Bewährungsstrafe für Unterschlagung aus Rache am Arbeitgeber;

 

  • Drittliga-Duell Münster gegen Osnabrück: Rache-Attacke auf dem Fußballplatz wegen Knöchelbruch-Foul vor 18 Monaten;

 

  • Rache für Luftangriffe: Bewaffnete verschleppen 18 Türken im Irak;

 

  • Sie hat auf Kosten des Amtes eine Wohnung bekommen,  ihr Freund geht voll arbeiten und lebt nicht-gemeldet mit in dieser Wohnung - Bekannte meldet diese Tatsachen anonym der Behörde;

 

  • Vollbremsung - die Rache für das Überholmanöver; 

 

  • Drei Tote in Bayreuth: Jäger nimmt Rache an Ex-Freundin;

 

  • Nachbar verstößt gegen Bauvorschrift - anonyme Meldung beim Bauamt wird zum teuren Spaß;

 

  • Vanessa Mae übt Rache - Star-Geigerin blamiert den Ski-Weltverband.

 

Dies sind nur 15 von zig tausend Beispielen. Sie zeigen viele verschiedene Facetten von Rache und außergerichtlicher Bestrafung.

 

Wer, was, wie und warum?

 

Rachegelüste und auch die Umsetzung derer reichen von jung bis alt, arm bis reich, gebildet bis ungebildet und weiblich bis männlich. Nirgendwo lässt sich eine Eingrenzung vornehmen oder Ausnahmen machen. Kinder sind genauso rachsüchtig wie Senioren, Frauen wie Männer und reiche wie arme Menschen. Wer begangenes Unrecht verspürt oder sich gekränkt fühlt, der wird auf Bestrafung zur Erlangung von Gerechtigkeit sinnen. Je nach Ausprägung des verspürten Unrechts und Höhe des eigenen Selbstbewusstseins auch mit Gewalt.

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In eigener Sache: Neuer Shop, neues E-Book, neue Möglichkeiten - für Sie!

E-Book Racheideen
E-Book: Meine Rache - 111 Racheideen

Endlich ist er da - der neue Shop! Und er hat folgendes Produkt zu bieten: Ein E-Book brisanten Inhaltes.

 

Erwachsene ab 18 Jahren können auf 24 Seiten insgesamt 111 lustige, verrückte und teilweise sehr böse Racheideen erwerben. Für jeden Geschmack und Fall ist etwas dabei: für Kollegen, für Familie und Freunde, für Schüler, Auto-, Computer- und Handybesitzer, Frauen und Männer und noch viel mehr.

 

Was erwartet den Leser bei diesem E-Book?

 

In langer Vorbereitungszeit ist uns ein Werk gelungen, was sich deutlich von anderen Büchern zum Thema Rache unterscheidet. Es ist kurz, prägnant und auf den Punkt gebracht. Noch viel mehr: Es ist wirkungssicher. Wir haben bewusst keine 300 Seiten füllen wollen, so wie mancher Mitbewerber. Wir wollen niemanden mit ellenlangem Geplänkel langweilen. Nein, wir wollen den Leser packen - an den Lachmuskeln! Kurz und knackig sollte es werden. Und dies ist uns gelungen. Alle Testleser waren begeistert und mussten sich teilweise den Bauch vor Lachen und Schadenfreude halten. Die brisantesten Racheideen sind mit rechtlichen Hinweisen versehen, damit jeder sofort wissen, was strafbar ist und was nicht.

 

Und was ist mit Rache-Interessierten unter 18 Jahren?

 

Für Schüler und Jugendliche ab 14 Jahren halten wir ein 12 Seiten starkes E-Book mit insgesamt 44 Racheideen bereit, die nicht minder lustig, verrückt und gemein sind, aber dem Alter entsprechend komprimiert wurden.

 

Wir sind uns sicher: Unsere Leser werden viel Spaß mit dem neuen E-Book haben.

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Ein Rückblick zur Geschichte der Rache

flickr © h.koppdelaney
flickr © h.koppdelaney

Rache in der vorchristlichen Zeit

Es gibt zwei Thesen der Rechtsgeschichte in der vorchristlichen Zeit:
1. Es herrschte nur die Anwendung der Rache und damit Selbstjustiz;
2. Die Rache war ein in der Gesellschaft anerkanntes Mittel zur Rechtswahrung, welches der Staat von seinen Bürgern verlangte.

Rache in der Antike


In der Antike drehte sich alles um Ehre – deren Erhalt war oberste Priorität. Damit wurden Rachetaten oftmals nicht aufgrund des Schadens selbst, sondern nur wegen der verlorenen bzw. verletzten Ehre ausgeübt. Durch die Rachehandlung sollte die Ehre wieder hergestellt werden, was unabdingbar für die soziale Stellung der Menschen war. Es galt der Grundsatz: Tue Gutes denen, die dir Gutes tun, schade denen, die dir schaden. Es gab eine heilige Pflicht zur Rache, die besonders die Personen betraf, die dem Geschädigten nahestanden, Die Pflicht zur Rache wurde vererbt, weshalb Kinder oftmals nur deshalb gezeugt und geboren wurden, um die Rache der Väter weiter zu betreiben. Dies machte viele unschuldige Kinder zu Racheopfern, da das Zeugen von Nachkommen für Rachetaten wiederum Gegenrache auslöste, die mitunter über Generationen hinweg anhielt. Nur wenn der Schuldige seine Familie verließ, konnte er dieser weitere Rache ersparen.

Rache im germanischen Kulturkreis


Die Regeln besagten, dass die Rache nicht heimlich durchgeführt werden durfte. Der Rächende musste seine Rachetat öffentlich bekannt machen. Andernfalls wurde dem Rächenden Mord vorgeworfen. Damit war gewährleistet, dass die Rechtmäßigkeit der Rache festgestellt werden konnte. Die Befugnis zur Rache war auf bestimmte Handlungen beschränkt: Dazu gehörte Totschlag, Ehebruch (hier galt die Rache dem Nebenbuhler) sowie schwerer Beleidigung. Zur Rache berufen war zunächst der Geschädigte selbst und beim Totschlag sein rechtmäßiger Bluträcher. Bei Sexualverbrechen hatte ein Mann Rache zu üben für die Ehefrau sowie alle weiteren weiblichen Familienangehörigen. Bei Plünderungen im eigenen Land war jeder zur Rache berechtigt. Das Recht zur Rache wurde zeitlich beschränkt.

Rache im jüdisch-christlichen Kulturkreis


Im Christentum war die Ausübung der Rache untersagt. Als Rache wurde im Mittelalter das Vorgehen durch ein höchst göttliches Strafgericht angesehen. Der Verzicht auf Rache galt als Tugend; Großmut, Langmut und Barmherzigkeit.

Ein Rückblick


Ein gesellschaftlich fehlendes allgemeines Rechtsempfinden ist historisch nicht festzustellen. Rache, die Verletzungen verursachte, die auch vom Täter als Unrecht empfunden wurden, setzte ein rudimentäres Rechtsempfinden voraus. In der archaischen Gesellschaft verlor der Täter mit dem allgemeinen Recht auf Rache sofort nach einer Tat jeglichen Rechtsschutz, ohne dass es eines Urteilsspruches bedurfte. Das Problem bestand irgendwann darin, dass der Rächende seine Berechtigung zur Rache und deren Umfang selbst feststellte, was zu einer fortschreitenden Reglementierung führte.
 
Rache heute in Deutschland


Rache und Selbstjustiz ist heute in Deutschland verboten und nicht erwünscht. Blutige Rache kann nach deutschem Recht ein Mordmerkmal darstellen, da oftmals aus niedrigen Motiven gehandelt wird. Tötung aus niedrigen Beweggründen ist Mord, was mit einer lebenslangen Haft bestraft wird.

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Rache ist süß - sagt der Volksmund!

flickr © mac.black
flickr © mac.black

Aber wie süß ist Rache wirklich? Wenn es um kleine Racheaktionen geht, die den Betroffenen zum Nachdenken anregen, ihn in peinliche Situationen bringt und dem Racheegel Genugtuung und ein Lächeln auf die Lippen zaubert, dann ist Rache ganz sicher süß.

Bittersüß!

 

Aber wie sieht es mit blutiger Rache aus?

 

Die völlig aufgebrachte Ehefrau schneidet ihrem Mann den Penis ab, als sie ihn nach einer Dienstreise mit einer fremden Frau im Bett erwischte.

 

Ist das gerechtfertigt? Darf Rache so weit gehen? 

 

Armene Bahrami aus Teheran wurde 2004 von einem Mann mit Säure übergossen, weil sie seine Liebe nicht erwiderte. Ihr Gesicht ist entstellt, sie ist auf beiden Augen blind. 30 Operationen musste sie über sich ergehen lassen, wo die Ärzte retteten, was zu retten war. Ein iranisches Gericht sprach ihr Blutrache zu - sie darf dem Mann, der ihr das angetan hat, unter ärztlicher Aufsicht jeweils fünf Tropfen Säure in jedes Auge träufeln, um ihn zu blenden. Sie möchte das Gerichtsurteil unbedingt umsetzen, um potenzielle Täter abzuschrecken und um ein Zeichen für alle muslimischen Frauen zu setzen: Frauen haben Rechte und sind kein Eigentum der Männer!

 

Ist diese Blutrache rechtlich und moralisch vertretbar? Darf das Gerichtsurteil wirklich Rache genannt werden? Oder ist es vielmehr eine Bestrafung des Täters, wie sie in jedem Land vorgenommen wird - nur nicht mit Gefängnisstrafe, sondern körperlicher Züchtigung? Dem Täter widerfährt das Gleiche, wie seinem Opfer - nur "sanfter". Er erhält lediglich eine Verätzung der Augen, nicht des ganzes Gesichtes. Er steht unter ärztlicher Beobachtung und wird vorher betäubt. 30 Operationen bleiben ihm erspart. Sollte eine Bestrafung immer eine logische Konsequenz des Vergehens sein? Stehle ich etwas, so wird auch mir etwas genommen? Verletze ich jemandem körperlich, so muss ich ebenfalls Schmerzen einstecken? Vergewaltige ich ein Kind, so wiederfährt mir ebenfalls sexueller Missbrauch? 

 

Die Gradwanderung zwischen richtig und falsch ist sehr schmal... manchmal auch gar nicht vorhanden!

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